Aktuelles: Wer Gänse quält, wird nicht gewählt

Wissenschaftler, Natur- und Vogelschützer der Würmtalgruppe und sehr viele Jäger üben schärfste Kritik, denn tote Gänse, das Forschungsziel des Dr. König sind keine Wissenschaft! Die Kritiker hatten sich vor der Wahl bewusst zurückgehalten, denn seit jeher versuchen kleine Gruppen es mit Druck, Kormoran und Gänse zu vernichten, doch die Zahl der Gegner geht in die Millionen. Die Gänsefreunde haben sicher nicht den desolaten Wahlausgang ausgelöst, aber sie kamen hinzu. Es rächte sich außerdem, dass die Zusage der Großen Koalition, das Bundesjagdgesetz zu novellieren, wieder einmal nicht eingehalten wurde. Und damit hat man versäumt, dass die schon Jahrzehnte zerstrittenen Interessengruppen im Interesse der Natur wieder zueinander finden. Wenn es wieder etwas Gutes bedeuten soll, ein Jäger zu sein, ist die Vernichtung der Gänse sofort anzuhalten! 

Ein schwerer Schlag gegen die Natur ist die Kommerzialisierung der Wissenschaft durch gewissenlose „Experten“. Der Plan, so friedliche Tiere wie Graugans und Kanadagans zum aufwiegeln der Menschen zu nutzen und nach dem Jäger zu rufen, ist gewissenlos! Geradezu pervers war es, in Biotopen alle Vögel zu stören, um Gänseeier, also auch die anderer voll geschützter Arten, gesetzwidrig anzustechen. Schießmassaker im befriedeten Strandbad, auf Kinderspielplätzen, Sportplätzen, erschreckten die Bürger. Doch klärten sie:  Kein Urlaubsort wo Gänsemord! Unverständlich ist, dass es sogar Landratsämter gab, die sich nicht an geltendes Recht hielten, Jäger motivierten Anträge zu stellen und dann Schonzeiten aufhoben.

Der Plan Steuergeld in Gemeinden locker zu machen, oder mit dem Segen eines „Obersten Jagdbeirats“, nicht weniger als 350.000 Euro aus der Jagdförderungsabgabe zweckentfremdet einzusetzen, sieht am Ende tote Gänse als Forschungsziel. Zu Dr. Eisemanns Landwirtschafts-Zeiten hatte ich einst diese Jagd-Förderungs-Abgabe angeregt und durchgesetzt. Doch sollte sie der Förderung der Jagd dienen, nicht aber dazu veruntreut werden, Jagd und Jäger in Verruf zu bringen. Will man sie für die Gänse einsetzen, dann sind seriöse Bestandsanalysen, wie von Dr. Homma und Geitha längst praktiziert, oder Hegen von Äsungsflächen nach  dem Muster von Schleswig-Holstein der alleine richtige Weg. Die anliegende wissenschaftliche Kritik von Werner Hupperich, an dem pseudo-wissenschaftlichen Experten Dr. König, hält uns den Spiegel vor das Gesicht, damit wir erkennen was Dummheit ist, doch eigentlich ist das ein Fall für den Richter. Helfen Sie daher bitte sofort diesen Wahnsinn zu stoppen, denn es geht um Leben.

Wolfgang Bajohr