Aktuelles:  Presse-Mitteilung,  21. April 2008

Leitbildgruppe Weßling „Naturpark Fünfseenland“

Vom Fünfseenland zum Naturpark
Initiativ-Verein gründet sich in Weßling

Am Sonntag, den 4. Mai, findet um 20.00 Uhr im Weßlinger Pfarrstadl die Gründungsversammlung des Vereins „Initiative zur Gründung eines Naturparkes Fünfseenland“ statt. Alle interessierten Bürger und Bürgerinnen sind herzlich eingeladen. Der Verein will Gemeinden und Landratsämter bei der Schaffung eines Naturparkes unterstützen. Naturparke werden in Deutschland nach dem Bundesnaturschutzgesetz eingerichtet, meist angeregt von lokalen Initiativ-Vereinen.

Naturparke sind Regionen, in denen sich Mensch und Natur erholen können. Sie tragen dazu bei, besonders reiche Natur-und Kulturlandschaften zu pflegen, die regionale Identität zu fördern, das kulturelle Erbe zu bewahren, regionale Produkte zu vermarkten sowie Tourismus umweltverträglich zu gestalten. Das Gütesiegel „Naturpark“ bekommen nur großräumige Regionen mit eigenem Charakter, die überwiegend Landschaftsschutzgebiete oder Naturschutzgebiete sind. Beide Voraussetzungen erfüllt das „Fünfseenland“. Zum Beispiel sind 71 Prozent des Landkreises Starnberg Landschaftsschutzgebiete.

In Deutschland gibt es 97 Naturparke, jedoch noch keinen in Oberbayern. Die Initiative, die aus dem Leitbild Weßling entstanden ist, sieht das Fünfseenland mit seinen eiszeitlichen Landschaftsprägungen wie Toteislöcher, Drumlins, Moränen und Mooren, seinen archäologischen Funden von der Steinzeit bis zu den Römern, seinen Baudenkmälern und seinem bis heute reichem künstlerischem Leben sowie seiner kleinteiligen Landwirtschaft prädestiniert, diesen weißen Fleck zu füllen. Mit dem Gütesiegel „Naturpark“ sind keine einheitlichen Vorgaben verbunden. Jeder Naturpark gibt sich sein eigenes „Gesicht“ – entsprechend seiner regionalen Besonderheiten. Der „Naturpark Fünfseenland“ ist zunächst eine Vision, die es gilt, in der Diskussion zu füllen. Der Verein will alle Beteiligten dazu einladen, besonders Bauern- und Tourismusverbände, Naturschutz- und Denkmalschutzbehörden, kulturell tätige Ämter, Vereine und Organisationen sowie Anbieter regionaler Produkte.