Ammersee/ Bedrohte Vogelarten: Großer Brachvogel
 


  
Großer Brachvogel

Neuerdings überwintert eine Schar Brachvögel am Südende des Ammersees. Erst wenn in einem kalten Winter auch der Schlamm im Watt gefriert, fliegen sie weiter in den Süden. Wenige hundert Meter von der Stelle, an der dieses Bild entstand, brüteten mehrere Paare Brachvögel in den 50er Jahren. Es kam vor, dass sie so vertraut waren und so fest auf dem Nest saßen, dass man auf 1 m heran konnte, ohne dass der Vogel aufflog. Das haben wir natürlich fotografiert. 
Die Brachvögel verschwanden, als die Streuwiesen  nicht mehr gemäht wurden und an anderer Stelle, weil der Grundwasserspiegel absank. Heute mäht die Schutzgemeinschaft Ammersee Süd diese Wiesen und hofft auf die Rückkehr der Brachvögel. Die haben sich die Wiesen auch schon angesehen, und es kann sein, dass ihr melodisches Flöten den Frühling ankündigt.

 

Ein Flötenlied klingt über dem Moor. Sterben die Brachvögel aus?
Es klingt eine neue Stimme im Moor. Ein Trillern ist es, das weich mit melodi-schem Flöten beginnt, dann jauchzend und jubelnd anschwillt und endlich jam-mernd und klagend erlischt. Jetzt schallt es wehmütig wimmernd von der Erde.
Um dann wieder anschwellend und jubelnd aus der Luft zu rufen. Ein krähengroßer langflügeliger Vogel mit langem gebogenem Schnabel ist es, und mit langen, herabhängen-den Füßen schwebt er über die Wiesen im Ampermoos, kreist in weitem Bogen, streckt die Beine vor und landet, einige Schritte auslaufend, auf dem noch niedrigen Gras der Streuwiese. (mehr)