Bedrohte Vogelarten: Gnade für die "diebische" Elster, oft beleben Elstern als Einzige die Winterlandschaft
von Wolfgang Alexander Bajohr

Die schönen schwarzweißen Vögel sind besser als ihr Ruf
Wenn ich in meinem Garten auf der Liege in der Sonne schlafe, erwache ich zuweilen von einem Schackern. Das hört sich an, als ob jemand eine Schachtel Zündhölzer schüttelt. Nur ist es viel lauter. Ich blinzele, und neben mir hüpfen oder schreiten zwei große prächtige Vögel über den Rasen. Sie sind kaum einen Meter von mir entfernt und fürchten sich nicht. Sie kommen immer zu zweit. Die etwas größere und buntere ist das Männchen. Was sie zu mir lockt, sind Haferflocken, mit denen ich als Tierfotograf verschiedene Vögel vor die Linse locke. Haferflocken haben auch meine Elstern zahm gemacht. Es sind stolze Vögel, etwa taubengroß. Im Gefieder sind sie mit keinem anderen Vogel zu verwechseln. Oberseite schwarz, auf den Schwingen blau schillernd, auf dem langen keilförmigen Schwanz

basalt-grünlich oder zur Spitze hin purpurn bis violett prächtig metallisch glänzend. Schultern, Brust, Flanken und der Hinterrücken sind weiß. Die Handschwingen haben von innen nach außen zunehmend schwarze Spitzen. Die kontrastreichen Schwingenfelder werden besonders im Flug sichtbar, der unbeholfen rudernd und ungleichmäßig flatternd ist und recht mühsam wirkt. Wenn sie zu mir kommen, fliegen sie erst weit über freies Feld und landen in den Fichten. Dort sichern sie lange und plumpsen kletternd in der Deckung bis nach unten. So unbeholfen sie am Boden oft schreiten und seitlich hüpfen, so geschickt sind sie im Geäst. Wie auch der Eichelhäher beherrschen sie perfekt den senkrechten Fallflug. Abschätzend, mit schief gestelltem Kopf betrachtet mich die Elster auf meiner Liege. Auch wenn ich vor dem Kamin hinter der großen Panoramascheibe sitze, sind sie ganz vertraut. Wehe aber, wenn aus dem Fotoversteck das große Glasauge schaut, das mögen sie gar nicht, und auch nicht die beiden Blitzgeräte, die sie wohl für 2 böse Augen halten. So kann es schon sein, dass sie 1 m vor mir Futter suchen. Vor der Kamera sind sie so scheu, dass ich nur wenige gute Bilder bekommen habe.


Wer Elster sagt, meint Nesträuber

Wenn der Angeklagte sich nicht wehren kann, dann packt man oft gnadenlos noch ein paar Schandtaten mit drauf. So halten sich manche Vorurteile Jahrhunderte lang. Anno 1882 heißt es schon in "Brehms Thierleben": "Im Frühjahr wird die Elster sehr schädlich, weil sie die Nester aller ihr gegenüber wehrlosen Vögel unbarm-herzig ausplündert und einen einst reich bewohnten Garten buch-stäblich verheert und verödet." Es beschreibt weiterhin, dass der Mensch, der dem Kleingeflügel seinen Schutz angedeihen lässt,



 

zum Feind der Elster werde und sie früher oder später aus dem von ihm überwachten Gehege vertreibt. Ein erfahrener Waldläufer und leidenschaftlicher Vogelschützer mit erstklassigen biologischen Kenntnissen war H.W.Ottens. Ein wirklicher Jäger, von dem ich unendlich viel gelernt habe. In seinem Bildbuch der Vögel beschreibt er die Elster so: "Kein Vogel der Rabensippe hat einen so schlechten Ruf wie die Elster. Dabei trägt sie, vom Häher abgesehen, das schönste Kleid der ganzen Vogelfamilie. Sie ist ein kluger Kerl und weiß Erfahrungen, die sie gemacht hat, auszuwerten. Den harmlosen Spaziergänger lässt sie z.B. ganz nahe vorbeigehen. Dem Mann aber, der ein Gewehr oder einen auch nur ähnlich aussehenden Gegenstand unter dem Arm trägt, hält sie nicht aus und bringt sich beizeiten in Sicherheit.

Elstern ernähren sich hauptsächlich von tierischen Stoffen. Pflanzliche Nahrung hat für sie nur eine untergeordnete Bedeutung. Solange es Vogeleier, Jungvögel, Junghasen und andere Kleintiere gibt, sollen sie den Hauptbestandteil der täglichen Nahrung bilden. Kein Vogelnest ist vor dem bunten Nesträuber sicher, mag es auch noch so versteckt sein. Und wenn es dem Amsel- oder Finkenpaar auch gelingt, die Eier ungestört auszubrüten, so wird das Nest dann

doch entdeckt, wenn die Jungen geatzt werden. Die Elstern beobachten, wann und wo gefüttert wird und bestimmen ihren Beutezug danach. Meistens werden Vogelnester in den ersten Morgenstunden, bald nach Sonnenaufgang, geplündert. Frühmorgens fühlen sich die bunt schillernden Räuber am sichersten, vielleicht weil dann noch wenige Menschen unterwegs sind." Immer dann, wenn die Elster ein Nest unserer geliebten Sänger im Garten geplündert hat, wird der Ruf nach dem Jäger laut, und so mancher fühlt sich auch berufen als Rächer gegen die Eierdiebe vorzugehen, auch wenn es ökologisch sinnlos ist. Manche der Schlauberger meinen sogar, dass eine Elster eben keine Roten Listen lesen kann. Sie suchen eine ökologische Rechtfertigung, damit sie den Vogel doch noch schießen dürfen, was aber gar nicht so einfach ist. Natürlich richten sich Elstern auch nicht nach der Roten Liste, denn das wäre keine gute Speisekarte. Das hat auch Darwin schon vor 150 Jahren gewusst. Denn kein Tier kann es sich leisten, für das Suchen nach essbarer Nahrung mehr Energie aufzuwenden, als es durch die erbeutete Nahrung gewinnt. Also wird auch die Elster nicht gezielt mit viel Aufwand nach Gelegen und Jungvögeln, schon gar nicht nach solchen seltener Arten suchen. Sie nimmt mit, was sich anbietet.

Andererseits profitiert sie heute oft von einer veränderten Umgebung. Denn die wenigsten sind bereit, in ihrem Garten alles so wachsen zu lassen, wie es das will. Die allgemein übliche menschliche Ordnungsliebe hat ziemlich kaputte Lebensräume entstehen lassen, in denen viele die Natur frisieren wie eine Puppenstube. Aber auch die Feldflur hat ohne die gliedernden Hecken jegliche schützende Deckung für die Vögel eingebüßt. In solch einer verkorksten Umgebung finden sogar wir die Vogelnester, und wir dürfen sicher sein, dass die Elster erst recht findet, was schon der Mensch entdeckt. Was uns bekannt ist, das räumt sie fast restlos ab. Alles was wir aber nicht finden, könnte der Elster auch entgehen, denn sobald die Bäume und Büsche ihre Blätter haben, hat sie es deutlich schwerer. Töten und getötet werden gehört aber nun einmal zur Natur, auch wenn es nicht schön anzusehen ist. Viele Menschen, die voll Mitleid über ihre Singvögel jammern, sind sich auch nicht klar, dass von allen Vögeln 60 - 80 % der Jungen im ersten Lebensjahr umkommen müssen, sonst würde der Lebensraum überquellen. In der natürlichen Vermehrungsrate, also schon in der Zahl der Eier, Jungen und Bruten, ist die Verlustrate einkalkuliert und fast alle machen ihre Nachgelege versteckter. Fressfeinde sind also nicht bedrohlich, sondern von der Natur eingeplant, und dazu gehört auch die Elster. Wenn der Mensch eingreift und sie vernichtet, macht er das Biotop in der Natur auch noch in dieser Hinsicht kaputt.

Die Elster ist ein regelmäßiger Vogel in meinem Garten
Ich gestehe ein, dass auch wir in schon sehr vielen Fällen eine solche Stinkwut auf sie hatten, dass wir sie am liebsten erschossen hätten. Aber ich weiß genau, dass sie auf den Gesamtbestand der rund 60 Vogelarten in meinem Garten niemals einen langfristigen Einfluss hatte. Wir sind vernünftig genug zu begreifen, dass die

Natur im Garten und in unseren sehr schönen Waldrändern keine Puppenstube ist, und die Vögel auch nicht für uns singen, sondern dass Natur immer eigenen Gesetzen unterliegt. Auch der Mensch ist nur ein Teil der Natur, besonders dann, wenn er von ihr lebt. Bei der Elster überleben bis zu 90 % der Jungvögel nicht das erste Jahr. Das Elsternpaar in unserem Garten hat 3 Jahre lang keine Jungen großziehen können, weil ihm die Rabenkrähe das Gelege weggegessen hat. Wenn das Paar am Ende eines 10-15-jährigen Lebens zwei Nachkommen hinterlässt, bleibt die Art erhalten. Das ist ein besserer Regelmechanismus als die Flinte in den Händen von Unwissenden.

Mindestens 150 Jahre, vielleicht sogar Jahrhunderte intensiver Verfolgung, haben die Elster bei uns sehr scheu werden lassen, weil immer nur die Aufmerksamsten überlebt haben. Die Jagd war eine Zuchtauswahl zugunsten vorsichtiger Elstern. Das ist mir erstmals in Alaska bewusst geworden. Hier sitzen die Elstern der dortigen Rasse bei den Bären auf der Schulter, stehlen ihnen Futterbrocken unter dem Hintern weg, und sie sind auch zu uns auf den Tisch gekommen, um beim Essen aus der Suppenschüssel zu naschen. Seit ihre Bejagung jetzt hier 10 Jahre lang zurückhaltender wurde, entdecken Elstern auch bei uns ihre Nischen, wo sie nicht verfolgt werden. Zweifellos war die Elster nie ein Vogel des dichten Waldes, sondern sie ist in den von Menschen geschaffenen Parklandschaften begünstigt worden, genauso wie auch andere Waldlückenbewohner. So siedelt sie gerne in Feldhecken und im Ortsbereich. Hier findet sie auf Komposthaufen zusätzliche Nahrung und ist in Gärten zwischen den Häusern vor Verfolgung sicher, weil hier schießen nicht erlaubt ist.



Ein Nest habe ich sie nur einmal ausplündern sehen. Da setzt die Elster sich doch oben auf den Starenkasten, und als das Starenjunge vorwitzig den Kopf herausstreckt, packt die Elster von oben blitzschnell zu und zieht es heraus. Jetzt habe ich alle unsere Vogelbrutkästen Elstersicher gemacht. Ich habe die Sitzstange abgebrochen und ein zweites rundum 10 cm überstehendes Dach aufgenagelt. Da können sie nicht drüber hinweglangen. Ein

todsicheres Rezept, das ich allen Vogelfreunden rate, die den Beutezug der Elster verhindern wollen. Die Elstern wissen genau, dass ihnen in meinem Garten nichts passiert. So sind sie sehr vertraut, und ich kann gut beobachten, was sie alles füttern. Das sind keineswegs nur Vogeleier. Eindeutig bevorzugen sie tierische Nahrung, und dabei haben Insekten einen sehr erheblichen Anteil. Wo es noch Maikäferjahre gibt, sammeln sie die bevorzugt, aber auch auf den Feldern deren Engerlinge und jene der Kartoffelkäfer. Aber sie sammeln auch alle anderen Käfer, Heuschrecken, Grillen, Zweiflügler, Wespen samt Nest und Brut, und sie plündern die Erdbienen. Sie sammeln Raupen und Schmetterlinge, Gehäuseschnecken und die lästigen Nacktschnecken, Spinnen, Tausendfüßer, die ausschwärmenden kleinen Amphibien, Eidechsen und Mäuse. All diese Beute überwiegt weit vor der Vogelbrut, und das macht sie für uns nützlich.

Neben meinen Haferflocken schätzen sie aber auch Mais- und Getreidekörner. Nicht ganz so wild sind sie auf Sonnenblumenkerne und Eicheln, weil sie die erst schälen und dann in Bröckchen abbeißen. Sie nehmen aber auch die Früchte der Holzbirne und der Wildkirsche, Weintrauben und alles Verwertbare aus dem Kompost. Wenn ihre Wintergemeinschaften unterwegs sind, sieht man zuweilen mehrere auf den totgefahrenen Hasen und Katzen am Straßenrand sitzen. Da beherrschen sie den blitzschnellen Senkrechtstart mit raschem Wenden vor dem nahenden Auto. Ihre abwechslungsreiche Ernährung weist der Elster eine sehr vielseitige Rolle in dem ökologisch verflochtenen Netz der Lebensgemeinschaften zu. Es lässt sich aber nicht bestätigen, dass sie sich dadurch als Kulturfolger über das natürliche Maß hinaus vermehrt.


Balz und Kinderstube
Alte Elsterpaare leben in lebenslanger Dauerehe. Schon darum sollte der Jäger ein Paar nicht durch unbedachten Schuss aus-einander reißen. Eines Tages sondern sich die alten Paare aus den Wintergemeinschaften ab, um ohne besondere Balz mit dem Nestbau zu beginnen. Jungvögel, die älter als 2 Jahre sind, zeigen ein Balzverhalten. Dabei hüpfen und streichen sie hintereinander her und begleiten das mit einem lauten Schakker-Konzert. Sie suchen sich ein Revier, das sie gegen die Nahrungskonkurrenz ihrer



 

eigenen Art, abzuschirmen suchen. In Schweden war die Elster der Liebesgöttin Frigga geweiht und seither ist sie traditionell heilig. Daher ist sie dort sehr zutraulich und brütet oft niedrig in Büschen neben jedem Bauernhof. In Norwegen sagen die Leute, dass die Elster um Weihnachten das erste Reis für ihr Nest bricht. Bei uns bessern sie oft alte Nester aus, aber beginnen mit dem Nestbau nicht vor Ende Februar und fertig sind sie damit Ende März bis Mitte April. Mit dem Nestbau kommt es doch zu einer Art Werbezeremonie mit Schwingenschleifen und Schwanzzucken, was wie bei anderen Sperlingsvögeln dem Betteln der Jungen ähnelt. Das Paar umkreist einander mit Schwanz-Neigen. Das Männchen füttert liebevoll sein Weib und sagt ihr leise Zärtlichkeiten einsilbig und rau "Tschurrrrch" und "Tschirrrk" oder mit aneinander gereihten schwätzenden leisen Strophen, die sie den Stimmen von Drossel und Star oder dem Zirpen der Heuschrecken entnommen haben könnten. In der Balzzeit schackern beide Vögel besonders häufig, "schackakckackackackack", anhaltend oder nur kurz. Irgendwo auf einem Ast oder am Boden tritt er sie dann, nur wenige Sekunden lang, dann ist die Hochzeit vorbei.



Elsterhorste sind richtige Reisig-Burgen, an denen sie einen Monat basteln. Der untere Teil ist ein stabiler Napf mit 13 cm Durchmesser und 10 cm Tiefe, den sie mit Lehm verstärken. Oben drüber häufen sie ein schützendes hohes Dach aus Dornenzweigen. Zuweilen steht es niedrig in Dornbüschen, wie Schlehe und Weißdorn, dann ist es sturmsicher. Aber sie bauen auch hoch in Bäumen,

Gittermasten, auf Schornsteinen und unter der Traufe von Gebäuden, wo sie sich sicherer vor Rabenkrähen fühlen, denn die dringen auch durch das Dornendach. Aber Elstern verteidigen es nie, wenn die Krähe ihre grünlichweißen braun gefleckten Eier aufisst. Sie machen als Ersatz auch kein Nachgelege. Elster-Horste vom Vorjahr sind wichtige Brutgelegenheiten für Turm- und Baumfalke, aber auch für Waldohreule und Waldkauz, denen im Altersklassenwald die Naturhöhlen im Bäumen fehlen. Bei Wohnungsnot sind sie auf alte Elsternester angewiesen. Da Elstern 17 - 19 Tage brüten und die Jungen nach 22 - 27 Tagen das Nest verlassen, beziehen die Nachnutzer das Nest nicht mehr im gleichen Jahr. Wenn die Jungen ausfliegen, haben sie bereits schwarze Beine, sind sonst aber noch nicht so prächtig wie ihre Eltern. Sie werden noch eine Woche gefüttert, aber danach noch geführt. Die Familie bleibt bis in den Herbst beisammen und oft schließen sich mehrere Familien zu einer großen Winter-Gruppe zusammen, die gemeinsam weit im Lande umherstreift.

In der Brutzeit ist Jagd auf Elstern ohnehin verpönt. Aus einer solchen Wintergruppe fällt es anfangs leicht, unerfahrene Jungvögel durch Nachahmen des Schackerns anzulocken und dann zu erlegen. Das gefährdet die Art sicher nicht, gelingt aber nur ein- oder zweimal, denn danach fallen die sehr gelehrigen Vögel darauf nicht mehr herein. Aber es macht auch keinen Sinn, diese Jagd als Hilfsmaßnahme für Singvögel zu begründen. Die Wintergemeinschaften täuschen auch über die Häufigkeit der Elster. Das Institut für Vogelkunde hat in Bayern auf 9649 Quadratkilometern 1740 Paare gezählt. Somit brütet ein Paar auf 5 1/2 Quadratkilometern, wo im Schnitt 860 Menschen leben.


Liebenswerter Hausgenosse
Jung dem Nest entnommen und aufgezogen, werden Elstern unheim-lich zahm. Sie lassen sich mit Fleisch, Brot, Quark oder anderen salzfreien Frischkäsesorten, leicht auffüttern. Ein Freund hat sie ohne Käfig gehalten, und sie hat sich daran gewöhnt frei aus- und einzu-fliegen. Ich habe es bei ihm erlebt, dass die Elster Lieder nachpfeift und einzelne Worte sprechen lernt.
Allerdings werden zahme Elstern



 

maßlos frech und terrorisieren die ganze Nachbarschaft, wenn sie allerlei Glitzerzeug zusammentragen. Das können Spiegelscherben genauso sein, wie Stanniolpapier, eine Schere oder auch ein Schmuckring vom Schminktisch. Das schleppt die Elster dann in einen Nähkorb, den sie als Nest adoptiert hat. Nur Hamstereien zahmer Elstern haben im Sprachgebrauch die "diebische Elster" entstehen lassen. Wildlebende Elstern sind keine Diebe, auch dann nicht, wenn sie Vogeleier essen.

Im Winter schlagen sie sich recht und schlecht durch. Seit es keine offenen Müllkippen mehr gibt, ist das für sie schwieriger geworden, und die Wintersterblichkeit hat sich erhöht. Zudem sind sie auch im Winter die Beute von Habicht und Waldkauz. Die natürlichen Regelmechanismen der Natur funktionieren damit also ausgezeichnet. Wir dürfen davon ausgehen, dass wir der Natur auch in der Kulturlandschaft eine Menge zutrauen können, wenn wir ihr nur den Spielraum lassen.

Elstern sind auch an meinem Futterplatz ständige Gäste in unserem Garten. Das ist zwar auch nicht ganz natürlich, aber man mag diesen Trick mit der Lockspeise dem Tierfotografen verzeihen, denn anders sind sie kaum zu überlisten. In der kalten verschneiten Feldflur ist es meist still und einsam. Während dieser kargen Zeit sind sie oft die einzigen Vögel, welche die weite weiße Winterlandschaft beleben.