Maisinger See: Weitere Wasservögel und am Wasser lebende Vögel

Graugans Anser anser 
Sie ist sowohl als Zug- wie auch als Brutvogel in ständiger Aufwärts-entwicklung. In der Brutzeit berichtet Borok von 2-3 Paaren, die nach ihrer Brutzeit teils mit 3 oder 4 Küken auftauchen. Eine Massenbetreuung  von Jungen anderer Paare, wie am Neusiedler See gibt es hier bei uns nicht. Doch neigen diese Gänse dazu hier zu überwintern.  Angesichts der Klimaveränderung um +2 Grad, nicht weiter verwunderlich. (mehr)

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Gänse im Flug

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Kanadagänse
Kanadagans Branta canadensis
Dass auch der Maisinger See vom Starnberger See etwas abbekommt, war zu erwarten. Im Schnitt sind es aber über die Monate verteilt nur 2-3 Paare.
Nur im Oktober waren es 18. Diese Gänseart ist recht standorttreu, andererseits sind sich Grau- und Kanadagans nicht ganz grün, doch da beide verschiedene ökologische Nischen besiedeln, ist für beide Platz (mehr)

Streifengans
Anser indicus
Es war vorhersehbar, dass sich von den Forschungsgänsen im Max Planck-Institut welche absetzen würden. So sind Streifengänse in Bayern eine Dauereinrichtung geworden. Zudem sind diese Gänse sehr winterhart, da sie in ihrer Urheimat im Himalaja brüten und dort sogar höher fliegen als der Mt. Everest. Am Maisinger See stellten sie sich im Herbst ein. Die höchste Zahl waren lt. Borok 6 Gänse im Oktober. Ich hatte das Glück eine Gruppe von 5 Streifengänsen auf dem Maisinger See zu fotografieren.


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Streifengänse

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Grünfüßiges Teichhuhn
Galllinula chloropus
Zwischen 1960 und 1962 regelmäßiger Brutvogel  mit 5 Brutpaaren und 1972-1975 bis 3 Brutpaare. In der Schwimmblattzone westlich ist es ständig vom Damm zu beobachten. (mehr)

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Teichhuhn-Küken
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Teichhuhn

Blässhuhn Fulica atra
Hier treffen sowohl die auffällig offen brütenden 6-7 Brutpaare als auch Wintergäste zusammen, solange der See noch nicht zugefroren ist. Im Juli 1960 rasteten hier 117 Blesshühner, 1972-1975 waren im Mai/Juni 35 zu sehen. Größere Zahlen, teils auch mit Küken nennt Borok mit 14-18 Tieren, aber auch im Frühling noch mit 42-72 Blesshühnern, die wahrscheinlich noch nicht fortpflanzungsfähige Jungtiere sind. Denn so viele dieser Vögel auf dem kleinen See würde bei dieser sehr aggressiven Vogelart eigenen Artgenossen gegenüber zu erheblichen Prügeleien führen. (mehr)

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Blässhuhn


 

Wasserralle
Rallus aquaticus
Sie ist ein aggressiver Jäger und manche überwintern im Schilfwald
Bei Haimhausen fällt das Tertiäre Hügelland steil in die Amper ab. So steil, dass nicht einmal ein Pirschsteig am Steilufer-Rand entlang führt und wir über die Hügel klettern müssen. Ein kleiner Bach aus dem Wald hat sich tief ich die Lösswand eingeschnitten und dort, weitab vom Wasser, wohnt der Eisvogel in der Steilwand. Ziemlich genau gegenüber vereint sich das Altwasser mit dem Fluss. (mehr)


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Kiebitz


Kiebitz
Vanellus vanellus 
Seit die Streuwiesen nicht mehr gemäht werden, ist vermutlich neben dem Grossen Brachvogel auch der Kiebitz kein Brutvogel mehr im Moos, denn sie waren Kulturfolger. Hingegen tritt der Brachvogel bei flachem Wasserstand noch am See auf dem Durchzug auf. Er rastet auch auf den Wiesen zwischen See und dem Ort Maising. Im Jahr 1962 waren es 2 und 1973 nur noch 1 Brutpaar, 1973 März-April rasteten 2-4 und im März 1974 waren es 35. Borok nennt am See 1-4 rastende Kiebitze.  Hier gilt aber das wie bei allen anderen Limikolen auch, dass zu wenig Watt, also Schlammflächen zur Futtersuche verlocken. (mehr)


Bekassine
 Gallinago gallinago
Der letzte Brutnachweis stammt aus dem Jahr 1956. Er war sicher auf die Streuwiesen angewiesen und mied das zunehmend verbuschende Moor. Hingegen fand die Bekassine hier ein ihr zusagendes Biotop. Zwischen 1960 und 1961 werden 3 Brutpaare angegeben und für 1972-75 2 Brutpaare. Wir werden uns im Moor der Sache annehmen müssen, um zu klären, wie viele es heute sind. Das Moor kann noch manche Überraschung bergen. (mehr)



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Bekassine



Eisvogel


Eisvogel
 Alcedo atthis
Der letzte Brutnachweis reicht auf das Jahr 1935 zurück. Am See wurde er aber noch 1959, 1973 und 1975 gesehen, vielleicht auch noch einige Male später. Ein geeigneter Platz für die Höhle, ein Wurzelballen einer entwurzelten Fichte wurde nicht angenommen. Es ist aber wahrscheinlicher, dass ihm die Steilwände im nebenher laufenden Bach und der Maisinger Bach mehr zusagen und wir ihn am See gar nicht verloren haben. (mehr)

Drosselrohrsänger
 Acrocephalus arundinaceus

Bei ihm ist die Sache nicht so selbstverständlich, denn er ist an unseren Großen Seen und auch sonst überall im Lande verschwunden.  Keiner weiß warum. In Nachbarländern, z.B. am Neusiedler See ist es aber nicht so, also muss es Gründe haben, wenn in Deutschland der Drosselrohrsänger verschwindet. Wie ist es am Maisinger See? Hier gab es 2-3 Brutpaare, 1958 waren es 4 und 1961 waren es 8 Brutpaare. Was ist mit denen? Sie sind noch da, vor allem auch an dem Bach des Seeauslaufs, wo das Schilf beiderseits nur je 2 m breit einen Saum bildet. Es gibt ihn noch den Drosselrohrsänger am Maisinger See. Das ist eine der wenigen Stellen, die ihm noch zusagen, denn die neue Art von Verwilderung gefällt ihm offenbar, und dann werden wohl auch sonst im Grünland nicht so viele Chemikalien verspritzt wie in einer Ackerbau-Gemeinde.


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Drosselrohrsänger

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Teichrohrsänger

Teichrohrsänger
 Acrocephalus scirpaceus
In jeden Schilfwald gehören natürlich Rohrsänger, die Teichrohrsänger. An ihnen, ihrem Nest und den singenden Vögeln kann man zuweilen auf 1 m vorbei spazieren ohne dass sie sich stören lassen. Wir dürfen auch ruhig noch die fast total gleich aussehenden aber etwas anders singenden Sumpfrohrsänger hinzurechnen, die etwa in gleicher Zahl hier vorkommen. Sie alle sind Schwankungen im Bestand ausgesetzt, aber sie sind da. (mehr)