Bäume

 Überblick

Entwicklungsgeschichte
  vor  330 Mio. Jahren: die ersten Nadelhölzer 
  seit 180 Mio. Jahren: die älteste noch lebende Baumart ist der Ginkgo
  vor  135 Mio. Jahren: Laubbäume erscheinen - die ältesten Arten: Feige, Magnolie, Pappel
  seit  90 Millionen Jahren sind die meisten der heute bekannten Pflanzen da

Die ältesten lebenden Bäume bei uns
  1500 Jahre Eiche  
  2000 Jahre Eibe ("Hintersteiner Eibe bei Bärgündele im Allgäu") 
  2100 Jahre Lärche (im Ultental, Südtirol)

Superleistungen von Bäumen

  Der Küsten-Mammutbaum in Kalifornien erreicht eine Höhe von 112 m und ein Alter von ca. 2400 Jahren

  Der dickste Baum ist eine Sumpfzypresse in Mexiko, Durchmesser 12,5 m

  Die ältesten lebenden Bäume sind Grannenkiefern in Kalifornien mit einem Alter von 4900 Jahren

  Der Eucalyptus globulus wächst am schnellsten, in 20 Jahren erreicht er eine Höhe von 20 m

  Der Balsabaum/der Guajakbaum hat das leichteste/schwerste Holz, spez. Gewicht von 0,2 (1,4) g/cm

   Der ökologische Wert eines Baumes beträgt nach Frederic Vester ca. 270.000 € (mehr)

  Weltweit gibt es ca. 70.000 Baumarten

Einige Bäume aus Bayern: Linde, Eibe, Rotbuche, Lärche, Eichenallee, Schwarz-Erle, Schwarzpappel
 

 Die Linde

 
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Tassilolinde 

 
Linden können eine Höhe bis zu 40 m erreichen. Zum Wachstum der Linde sagt man: "300 Jahre kommt sie, 300 Jahre steht sie und 300 Jahre vergeht sie". 
Das getrocknete Holz der Linde ist leicht und lässt sich gut bearbeiten (Spielwaren, Kästchen, Gefäße, Truhen).
Es war das Holz der Figurenschnitzer (z.B. Riemenschneider Altäre).
Die Linde ist ein wichtiger Honigbaum, Lindenblütentee ist ein schweißtreibendes und fiebersenkendes Heilmittel. Die häufigsten Arten: Winterlinde, Sommerlinde, Silberlinde. 
Den Germanen war die Linde heilig, sie war der Liebesgöttin Frigga (Freya) gewidmet. Unter Linden fand das "Thing", die Gerichtsverhandlung, statt und traf sich die Jugend (Dorflinde).

Tassilolinde bei Wessobrunn in Oberbayern
Das Alter der Linde wird auf ca. 700 Jahre geschätzt, ihr Umfang beträgt 11m. 

 Die Eibe

Die Eibe ist die einzige geschützte Baumart in Deutschland. Sie erreicht eine Höhe von 15-20 m und ist bis 0,5 m dick, Alter bis 1000 Jahre. Die Eibe ist die einzige giftige Nadelbaumart in Deutschland, alle Teile des Baumes sind giftig, Ausnahme: das rote Fruchtfleisch. Auch für Pferd, Schwein und Rind ist die Eibe giftig. Für Rehe ist sie jedoch ein Leckerbissen.
Die vermutlich älteste deutsche Eibe stand im Allgäu, hatte einen Stammdurch-messer von 1 m und wurde auf 2000 Jahre geschätzt. Leider musste die Eibe inzwischen gefällt werden - und dabei wurde ein Alter von "nur" 600 Jahren ermittelt!

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Paterzeller Eibenwald bei Weilheim Oberbayern 
Im wohl größten Eibenwald Deutschlands finden Sie über 2.000 alte Eiben. Sie stehen neben bzw. unter Fichten, Tannen, Buchen. Eiben vertragen viel Schatten. (mehr)
 

 Die Buche (Rotbuche) 

  
 
  Buche im Natio-
  nalpark Darss

 
Die Rotbuche (Fagus sylvatica) in unserem Landkreis
Nach den Eiszeiten kehrte die Buche erst vor etwa 6000 Jahren wieder in den Landkreis Starnberg zurück. Sie wurde zusammen mit Hainbuche und Eiche die beherrschende Baumart unserer Wälder. Nach der Übernutzung der Wälder ist davon nicht viel übrig geblieben, denn die vor 250 Jahren beginnende Forstwirt-schaft forcierte den Holzackerbau mit der Fichte. Von einstigen (mehr)
 

Die Drumlin-Buche von Landstetten
In ganz Deutschland gibt es kaum einen Baum, der so bekannt ist wie diese Buche im Ammer-Loisach-Hügelland. Das kommt daher, dass dieser Baum jahrelang das Pausenbild des (mehr)

 Die Lärche und eine Eichenallee

Die Lärche im 5-Seen-Land und im angrenzenden Hochgebirge
Lärchen sind die einzigen unserer Nadelbäume, die im Herbst die Nadeln ablegen und im Frühjahr neu bekommen. Lärchenwälder in ihrer goldgelben Herbstfarbe sind gleichermaßen ein Bild erhabener Schönheit wie im zarten Grün des Frühlings. Im Kreuzlinger Forst und im Wesslinger Hügelland stehen in den Mischwäldern bis zu 50 m hohe Bäume. (mehr)

 
Die Eichen-Allee von Seefeld-Wessling
Graf Anton Clemens zu Toerring-Seefeld hat im Jahr 1770 die 765 Eichen setzen lassen. Damit war die einzige Allee in Bayern entstanden. Ein Naturdenkmal! (mehr)

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 Die Schwarz-Erle (oder Rot-Erle oder Gemeine Erle)

 
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Schwarzerlenbruchwald

  
Die Schwarz-Erle hat ein tiefreichendes Herzwurzelsystem, das ganzjährig Grundwasser verträgt. Die Erle kann sich mit Stickstoff aus der Luft versorgen. Sie hat Wurzelanschwellungen, in denen Bakterien in Symbiose mit dem Baum leben. Die Bakterien binden Stickstoff aus der Luft, der Baum versorgt sie mit Zuckerlösung. Zur Biologie:
Baumhöhe: bis 30 m, Baumalter: 100-120 Jahre maximal
Standort: an Bächen und Flüssen, in Auwald-Gesellschaften
Holz: Splintholz rötlich gelb, weich, fest, im Wasser beständig. 

 Schwarzpappeln sind  ein unersetzbares Stück Lebensraum

 
Auwälder sind mehr als die vielen Bäume, die darin wachsen. Doch diese Au-wälder sind heute rar geworden. Denn unsere Flüsse sind reguliert, und an den See-Ufern tummelt sich das Freizeit-Volk. So ist die einstige Pracht im Bereich der Überschwemmungs-Landschaften lange vorbei.
Überschwemmungen sind unerwünscht, denn sie gelten als Katastrophe. Auwälder aber sind die Artenreichsten unter den Wäldern und sie speichern das Wasser. Je nachdem auf welche Art die Natur den Wald oder die ganze Landschaft umschichtet, und die Hochwasser den Boden abtragen
oder anlanden  (mehr)

Wenn Sie mehr über Bäume wissen wollen

Allgemeines: http://de.wikipedia.org/wiki/Baum
Baumkunde: http://www.baumkunde.de
Baum des Jahres:
http://www.baum-des-jahres.de