Schmetterlinge im Jahreslauf: Frühjahr

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Kleiner Fuchs 
Fotos W. Bajohr

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Pfauenauge

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C-Falter

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Zitronenfalterpaar

Am ehesten begegnen uns im Frühjahr der kleine Fuchs, das Pfauenauge, eventuell der C-Falter und das gelbe Zitronenfaltermännchen mit dem eher weißen Weibchen. 

Um in den Mittagsstunden Wärme aufzunehmen, sitzen Kleiner Fuchs, Pfauenauge und
C-Falter im Frühling oft an warmen Hauswänden oder auf besonnten Holzbalken oder Baumstämmen. Nicht so übrigens beim Zitronenfalter, der immer mit geschlossenen Flügeln sitzt.

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C-Falter-Raupe
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Pfauenauge Raupe

Die ersten Schmetterlinge, die uns im Frühjahr begegnen, sind die, die als Falter über-wintern. Etwa ab Februar können Wärmeschübe die bis dahin in Winterstarre hängenden Falter „wecken“. Sie fliegen dann, solange es warm ist, um Nahrung zu suchen, durch Gärten über warme Trockenrasen oder an warmen Waldrändern. Dabei verbrauchen sie von den im vorhergegangenen Sommer und Herbst angelegten Fettreserven mehr als im Zustand der Starre, es sei denn, sie finden Nektar spendende Blüten. Bei wieder einsetzender Kälte hängen sie sich erneut in Ruhestellung auf und erstarren. Je nach Verbrauch der Winterreserve wachen Sie bei der nächsten Wärmewelle wieder auf oder aber sie sind bereits tot, weil alle Kraft verzehrt ist. Oft reicht bei den Exemplaren, die noch überleben, die Vitalität zur Fortpflanzung nicht mehr aus. Für die Schmetterlings-population der überwinternden Falter ist ein durchgehend kalter Winter mit nur mäßigen Wärmeschüben zum Überleben günstiger als allzu frühe Frühlingstage ohne Frühlingsblumen.

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Kl. Fuchs Eier

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Kl. Fuchs Raupe 

Im April gesellen sich zu den erwähnten Faltern die ersten geschlüpften Puppenüberwinterer, u.a. der Aurorafalter und das Frühlingslandkärtchen. Letzteres sieht man meist in lichten Wäldern, an Wald- und Heckenrändern, u.U. auch in Gärten, die nahe an einem Wald liegen. Das braurote Frühlingslandkärtchen entwickelt ebenso wie auch der kleine Fuchs und der C-Falter und bei günstigen Bedingungen auch das Pfauenauge während eines Jahres zwei Generationen. Die Sommergeneration des Landkärtchens ist dunkelbraun mit weißer Querbinde. Der männliche Aurorafalter ist an seinen orangen Flügelspitzen zu erkennen, das Weibchen hat diese Farbflecken nicht und wird oft für einen Weißling gehalten. Bei zusammengefalteten Flügeln der Aurorafalter sieht man die grüne Musterung der Hinterflügel, die dem Weißling fehlt. Beim Aurorafalter schlüpfen in der Regel die Männchen eher als die Weibchen, fliegen also auch eher herum.

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Frühlingslandkärtchen

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Sommerlandkärtchen
Fotos W. Bajohr

Die Entwicklung vom Ei zum Schmetterling (Beispiel Aurorafalter)

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Aurorafalterpaarung
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Aurorafalter-Ei
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Aurorafalterraupe
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Aurora-Puppe
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Aurorafalter
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Aurorafalter Männ.

Was kann ein Naturfreund und Gartenbesitzer für die Schmetterlinge tun?

Den Falterüberwinterern gibt man vermehrt Überlebenschancen mit Frühlingsblumen an einer warmen, windgeschützten Stelle im Garten; bevorzugt werden Winterling, ungefüllte Gänsekresse (Arabis), Seidelbast, Winterschneeball, Schlüsselblumen und auch Hyazinthen. Im Wald bewähren sich als Frühblüher Huflattich, männliche Salweide und an feuchten Stellen Sumpfpest. 

Ab April/Mai dient den Raupen vom kleinen Fuchs, dem Pfauenauge, dem C-Falter und dem Landkärtchen die Brennnessel als Futterpflanze. Der Zitronenfalter sucht sich Faulbaum und Kreuzdorn. Die Raupe des Aurorafalters nimmt mit verschiedenen Kreuzblütlern vorlieb: Knoblauchrauke, Wiesenschaumkraut, wenn die Wiesen nicht zu früh gemäht werden, dafür dann ersatzweise im Garten die Mond- und die Nachtviole. Beide Pflanzen sind leicht zu ziehen und dienen nicht nur als Raupenfutterpflanze, sondern auch als Nektarspender.

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Landkärtchen Raupe

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Landkärtchen Puppe